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In den 1960er Jahren griffen preisbewußte deutsche Gitarristen gerne zu einheimischen Alternativen zu den damals sehr teuren britischen und amerikanischen Markengeräten. Dabei war Dynacord der Spitzenreiter und mit dem hier angebotenen M46 Vollröhren-Topteil überaus erfolgreich.

Direkt nach dem 2. Weltkrieg vom Ing. Pinternagel gegründet und Pionier für Bandechos, begann Dynacord bereits 1962 damit, die damals brandneue Platinentechnik für den Bau ihrer Röhrenverstärker einzusetzen. In diesem Jahr debütierte auch das Modell MV46, ein Topteil in Röhrenbauweise mit einer Leistung von um die 45 W. Ursprünglich als Allround-Amp für Gesang und sämtliche Arten von elektrischen Instrumenten, aber auch zum Anschluß von Plattenspielern und Tonbadgeräten gedacht, wurde er ziemlich schnell unter Gitarristen populär. Dank der damals in Deutschland als Standard verbauten Diodenbuchsen benötigt man übrigens für Klinkenkabel Adapter, wie sie bei diesem Gerät mitgeliefert werden.

Dieser Vollröhrenverstärker weist durchaus hervorragende Vintage-Bauteile wie z.B. WIMA Tropyfol Kondensatoren (z.B. in den 1960ern in Vox und Marshalls eingesetzt) und Kohlefilmwiderstände auf, wurde aber bereits überholt und mit neuen Röhren ausgestattet. Entsprechend funktioniert er einwandfrei. Seine Schaltung zeigt trotz gewisser Parallelen zu britischen Klassikern einen durchaus eigenständigen attraktiven Charakter. Die Standard- und Rändelpotenziometer sind hier - und das viele Jahre vor Orange - nicht beschriftet, sondern mit Symbolen gekennzeichnet. Regelbar sind Volume, Tone (beschneidet die Höhen) sowie Intensity und Speed für das mit einem Fußschalter aktivierbare Tremolo.

Klanglich ist der Dynacord MV46 näher an alten Selmers als an Marshalls einzuordnen. Er zerrt - abhängig vom Output des jeweiligen Instruments - bei höheren Volume-Stellungen schön vintage-mäßig an und liefert einen old school Blues & Rock & Americana Sound, der sich mit weich und mittig, jedoch keineswegs matschig beschreiben lässt. Für mich bewegt sich der Dynacord MV46 auf Augenhöhe mit mittlerweile ziemlich teuren alten Supro und National Amps. Das Klangergebnis hängt natürlich auch von der damit kombinierten Box ab. Im Extrem kann das eine 4 x 12" Marshall Cab sein, und dann zeigt der Vintage Dynacord plötzlich seine verruchte rockige Seite. Ein charmanter, durchaus Ernst zu nehmender Verstärker nicht nur für sentimantale Jugenderinnerungen.

Hersteller: Dynacord, Straubing
Herstellungsland: Deutschland
Baujahr: ca. 1962/63
Typ: Topteil
Gehäuse: metall, goldene Front
Eingangstufen:4 x Vorverstärker, 2 x Pegelverstärker
Endstufe: Gegentakt mit fixed Bias
Röhrenbestückung: 4 x ECC83, 1 x EM84, 2 x EL34, 1 x GZ34
Lautsprecherausgänge: 16, 8 Ohm (Diodenstecker, Klinken-Adapter vorhanden)
Leistung: ca. 45-50W RMS
Leistungsaufnahme im leerlauf: ca. 90W
Besonderheiten: magisches Auge zeigt die Auslastung an
Abmessungen: B 37,5 x H 11,5 x T 27,7 cm
Gewicht: ca. 10,5 kg
Zustand: strukturell gesund/überholt (Elkos, frische Röhren)

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